Libidoverlust beim Mann unter und über 50: Ursachen und Behandlungsmethoden

Starker-mann > Blog > Erektile Dysfunktion > Libidoverlust beim Mann unter und über 50: Ursachen und Behandlungsmethoden

Lust und der Akt an sich sind private Belange, welche von vielen Menschen als Themen angesehen werden, die nicht gern geteilt werden. Umso schwieriger ist es, wenn Probleme und Belastungen vorliegen, die diese Lebensbereiche treffen. Der Verlust der Libido zählt zu diesem delikaten Bereich und wird von Betroffenen oftmals aus Scham und dem Gefühl von Schwäche selten zur Sprache gebracht. Aber was genau kann man tun beim Mann?

Die männliche Libido – Was sie ist und wie sie funktioniert

Der Begriff „Libido“ bezeichnet die psychische Energie, welche mit den Sexualtrieben verbunden ist. Neurobiologe Siegmund Freud stellte die Libido dem Selbsterhaltungstrieb gegenüber und sah in der Libido den Trieb, der mit allem, was die Liebe angeht, zu tun hat. Allgemein angesehen und mittels wissenschaftlicher Untersuchungen zeigt sich, dass die männliche Libido stärker ausgeprägt ist als die weibliche. Sexualgedanken, Masturbation, die Affinität zu bestimmten Sexualpraktiken und Geschlechtsverkehrshäufigkeit mit verschiedenen Sexualpartnern u.ä. lassen diesen Schluss zu. Dabei ist die Libido vom Sexualhormon Testosteron abhängig. Sinkt dieser unter einen Wert von 15 nmol/l kann ein Libidoverlust eintreten.

Libidoverlust beim Mann: Statistik und Prävalenz

Diese Störung des Sexuallebens mehr Männer, als man vermuten würde. Neueste Studien kommen zu dem Schluss, dass deutschlandweit vier bis sechs Millionen Männer unter Libidoverlust leiden. Interessanterweise haben Giulia Rastrelli et al. (Universität Florenz, 2013) war eine verminderte Libido in 38%, 28% und 50% der Fälle mit erektilen Störungen, vorzeitiger Ejakulation und verzögerter Ejakulation komorbid, während sie in 5,1% separat bestand.

Auch wenn es eine Volkskrankheit ist, liegt erst seit 2012 eine Behandlungsleitlinie vor.

Sexuelle Funktionsstörungen nehmen bei Männern im Alter enorm zu. Aber welche Ursachen hat der Libidoverlust beim Mann? Die Häufigkeit steigt hier aufgrund zahlreicher Ursachen. Insbesondere Vorerkrankungen, Gefäßanomalien und die Einnahme von Medikamenten können Ursache sein.

Welche Ursachen gibt es für den Verlust der Libido?

Frigidität, also der Mangel an Libido, tritt oft als Folge eines physischen, psychischen oder psychosomatischen Krankheitsbildes auf. Das Gegenteil beschreibt die Sexsucht. Gerne wird dem Begriff Frigidität eine Sozialkomponente angehangen und das Problem verweiblicht. Bei libidinösen Dysfunktionen kann es sich um verschiedene Störungen handeln:

  • Depression
  • Anorexie
  • Hypogonadismus
  • Effemination
  • Hämochromatose
  • Testosteronmangel
  • Eunuchismus
  • Steatohepatitis

Der Einsatz von Antidepressivapräparaten bei Männern bietet Hilfe. Dennoch bleiben viele Faktoren, wie auch Diabetes mellitus, welche für den Mann zum Risiko werden und die Libido schwächen können. Unter Diabetikern ist der Anteil an Männern mit Libidoverlust und Erektionsproblemen zwei- bis dreimal so hoch, wie unter Nichtdiabetikern. Der Besuch beim Andrologen ist für sie Pflicht.

Libidoverlust beim Mann über 50 Jahren – wie vermeiden?

Das Auftreten von Libidoverlust beim Mann 50 Jahren liegt mit 50-60% in einem relativ hohen Bereich. Ebenfalls häufig in diesem Alter sind Erkrankungen wie Bluthochdruck, Blasenschwäche, Diabetes, Querschnittslähmungen, Adipositas, Rückenmarkschäden, Parkinson und weitere. Zur Behandlung dieser werden beim Mann Betablocker eingesetzt. Auch entwässernde Präparate, Lipidsenkerpräparate, Antiandrogene (Androcur, Finasterid) oder Antidepressiva wirken auf Basis von Betablockern. Betablocker verschlimmern Erektionsprobleme häufig.

Was für den Mann wichtig ist, ist die Tatsache, dass durch Medikamenteneinnahme verursachte Libidoprobleme nicht irreparabel sind. Was der Mann beim Eintritt eines solchen Falles tun kann, ist, sich an einen fachkundigen Mediziner zu wenden. Dieser kann in einem ausführlichen Anamnesegespräch eventuell verdeckte Ursachen offenlegen und eine Verschlimmerung des Istzustandes vermeiden. Mit sinnvollen Methoden kann dann dazu übergegangen werden, die Libido wieder anzukurbeln. Schließlich tragen lustvolle Sexualmomente und ein erfüllendes Sexualleben zur Lebensqualität bei.